Das Stift Bad Buchau wird um 770 von der Namensgeberin der Therme, von Adelindis gegründet, wie es einer Inschrift über den Choreingang der Stadtkirche zu entnehmen ist. Anfänglich wohl ein Benediktinerinnenkloster, erscheint das Stift im 15. Jahrhundert als Kanonissenstift. In dem hochfürstlichen und freiweltlichen Damenstift leben bis zu 14 Stiftsdamen. Sie stammen meist aus schwäbischem Hochadel und sind an keine Gelübde gebunden, lediglich die geweihte Äbtissin, auch Fürstin genannt, steht der Gemeinschaft vor. 1802 endet das Reichsstift im Zuge der Säkularisation. Neben dem Stift kommt auch der jüdischen Glaubengemeinschaft in Bad Buchau große Bedeutung zu.