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Adelindisfest
15.-18.Juni
Bad Buchau
NaturPUR
St. Cornelius und Cyprian
Stiftskirche
Bad Buchau
Rathaus
Geschichte

Hauptbereich

Rathaus

Der älteste Teil des Bad Buchauer Rathauses stammt aus dem 15. Jahrhundert, es ist der achteckige Turm. Das alte Rathaus stand quer zur Straße und nur ein schmaler Durchgang war zwischen Rathaus und Brauereigebäude. Nach einem Brand wurde das Rathaus wieder aufgebaut und bekam den Staffelgiebel. Im Sitzungssaal des Rathauses hängt ein altes Ölgemälde von 1688 das Stadt und Umgebung zeigt. Auch der Stich von Merian zeigt Buchau im 17. Jahrhundert.

Eckdaten

Naturraum
Nach Riss- und Würmkaltzeit bildete sich vor ca. 15.000 Jahren der Federsee als Schmelzwassersee mit ca. 3000 ha Fläche aus (heute umfasst der See eine Fläche von ca. 140 ha). Die Erhebung von Buchau  war eine Insel. Der natürliche Verlandungsprozess wurde - durch zwei Seefällungen um 2 m (durch Vertiefung des Kanzachabflusses) – in der Folge wesentlich beschleunigt. Es entstehen weitläufige Schilf-, Moor-, Ried- und Streuwiesenflächen.

Prähistorie
Schon frühzeitig durchzogen Jäger, Sammler und Fischer das Gebiet und gründeten ab der Jungsteinzeit nahezu lückenlos am Ufer oder auf Insellagen im verlandenden Federsee zahlreiche Siedlungsstätten. Die im Moor konservierten Nachweise erschließen uns sensationelle Funde aus allen Kulturepochen. Die bereits über 150 Jahre andauernde Ausgrabungstätigkeit begründen den Ruf Buchaus als „Troja am Federsee“ im Bereich der voralpinen Feuchtbodensiedlungen. Der Antrag auf Aufnahme als UNESCO-Weltkulturerbe ist gestellt.

  • 770: Das Kloster Buchau wird durch Warin und seine Frau Adalinde (Adelinde) gegründet. Kaiser Karl der Große schenkt der Kirche die Reliquien der Hl. Cornelius und Cyprian. Sie sind die Kirchenpatrone der zum Stift gehörenden Kirche
  • 902: Adelindis, die Frau des Gaugrafen Hatto wird als zweite Stifterin genannt. Sie bringt in das verarmte Kloster ihr Vermögen ein, nachdem sie ihren Mann und ihre Söhne verloren hat. Ihre Tochter Adelindis wird Äbtissin. Sie wird als große Wohltäterin und Volksheilige bis heute verehrt.
  • 1022: Erste sichere Nennung von Buchau
  • 1320: Buchau wird unter den freien Reichsstädten genannt
  • 1390/1417: Das Kloster wird freiweltliches und hochfürstliches Stift genannt und nimmt adelige Töchter auf.
  • 1577: Die Reichsstadt nimmt eine jüdische Gemeinde auf. Im Schutze der Stadt gewinnt diese rasch an Bedeutung.
  • 1643: Merian fertigt einen Stich von Buchau
  • 1650: Es wird ein jüdischer Friedhof angelegt (rund 1000 Grabstellen).
  • 1730 und 1837: Bau einer 1. und 2. Synagoge für die wachsende jüdische Gemeinde
  • 1787/88 und 1808/09: Der Federsee wird abgesenkt (Seefällungen). Die Hoffnung auf Gewinn von Ackerland erfüllt sich nicht, doch wird der Bau von Straßen (nach Oggelshausen und Moosburg) möglich. Der Fährverkehr wird eingestellt.
  • 1802/1803: Stadt und Stift Buchau kommen durch die Säkularisation an den Fürsten von Thurn und Taxis
  • 1806: Buchau kommt zum Königreich Württemberg
  • 1828: Die jüdische Gemeinde erhält die Bürgerrechte
  • 1831: Gab es in Buchau und Kappel 175 Handwerksmeister, lebendiges Zunftleben.
  • 1832: Beginn der Industrialisierung. Erste Buchauer Textilfirmen entstehen.
  • 1875: Kauf des Langen Baus aus dem Stiftsbezirk durch die Stadt zur Einrichtung einer Latein- und Realschule, der Geburtsstunde des späteren Progymnasiums
  • 1894: Einweihung der evangelischen Kirche, ab 1950/55 Vikar- und Pfarrstelle
  • 1896 - 1917: Die Schmalspurbahn Schussenried - Buchau - Riedlingen wird als Zwischenschluss der Hauptstrecken (Biberach-Aulendorf und Herbertingen-Aulendorf) gebaut. Sie wird 1969 vollständig stillgelegt. Zeugnis: Alte Lok beim ehemaligen Bahnhof.
  • 1911: Der Federseesteg, wird erstellt.Gründung Banngebiet Staudacher (privater Naturschutz) durch Lina Hähnle, der Gründerin des Bundes für Vogelschutz.
  • 1913: Gründung des Vereins für Altertumskunde und Heimatpflege mit Federseemuseum
  • 1938: Die Synagoge wird zerstört, die jüdische Gemeinde in der Folge vernichtet Gründung des Naturschutzgebietes Federsee, nach verschiedenen Erweiterungen 1994 bis heute das größte Moor-Naturschutzgebiet (Natura 2000) und Europa-Vogelreservat in Baden-Württemberg. Durch ein beschleunigtes Zusammenlegungsverfahren (1996-2000) können bedeutsame Renaturierungsmaßnahmen in Gang gesetzt werden
  • 1949: Eröffnung des Städtischen Moorbades beim Städt. Krankenhaus im Freihof (bereits 1919 Gründung des Moorbadevereins)
  • 1951: Die entscheidende Weichenstellung zum Kurort war die Gründung der Moorheilbad gGmbH Buchau durch die LVA Württemberg und die Stadt mit Übernahme des Krankenhauses. Es folgt ein zügiger Ausbau zum Rehazentrum.
  • 1960-65 und 1983-85: 3. und 4. Neuausbau des Federseesteges
  • 1963: Die Stadt Buchau erhält durch die Landesregierung den Titel “Bad” verliehen
  • 1963 - 2008: Weiterentwicklung von Bad Buchau als Moorheilbad durch großzügige Neu- und Erweiterungsbauten an der Federseeklinik (Kurzentrum mit Restaurant/Cafe, Theatersaal, Therapeutikum mit Hallenbad, großer Kurpark, Ausbau zum Thermalbad durch Bohrung von Thermalquellen (1982 und 2004) Eröffnung von Außenbecken, Saunalandschaft, Fitness- und Kneipanlage). Haus in den Torwiesen. Mit Ergänzung der Rheumatherapie durch Neurologie und Psychosomatik bei Übernahme der Schloßklinik (1995) entsteht das Therapiezentrum Federsee. Auch das Sanatorium Ilona unternimmt generelle Umbauten und erhebliche Anstrengungen zur Fortentwicklung.
  • 1968: Eröffnung des neuen Federseemuseums am Weg zum See, ein denkmalgeschützter Ständerbau in Form eines Atriums
  • 1971: Kappel wird freiwillig eingemeindet.
  • 1972: Gründung des Gemeindeverwaltungsverbandes Bad Buchau.
  • 1974: Die neue Grundschule für Bad Buchau und Hauptschule für den Federseeraum mit Sporthalle, Lehrschwimmbecken und Stadion am Bahndamm nimmt den Betrieb auf.
  • 1981: Fertigstellung der Federsee-Abwasserringleitung und der Verbandskläranlage Vollochhof. Sie retten den durch Abwässer und Überdüngung überlasteten Federsee vor dem bevorstehenden biologischen Ende („Algenblüte“). Die Regeneration hat nach 25 Jahren gegriffen. Im Kernbereich des Naturschutzes konnte das Filetstück erhalten werden.
  • 1981 bis dato: Mit den zahlreichen Maßnahmen zur Stadtsanierung im öffentlichen wie privaten Bereich erhält Bad Buchaus Innenstadt ein völlig neugeordnetes städtisches Gepräge (Marktplatz 1989/90).
  • 1988/1990: In Kappel wird das neue Industriegelände für Bad Buchau ausgewiesen. Die Fa. Kessler, Elektromotoren lagert aus.
  • 1988: Einweihung des Naturschutzzentrums unter der Betreuung des Deutschen Bundes für Vogelschutz. Patenschaft des Landkreises Biberach für das Naturschutzgebiet.
  • 1995: Sanierung des Federseemuseums mit Neukonzeption der Ausstellungsflächen
  • 1998/99: Eröffnung des Freilichtbereichs (Steinzeitdorf) am Federseemuseum mit archäologischen Moorlehrpfad und Erlebnispark1999Der Fußweg nach Moosburg durch das Banngebiet Staudacher wird durch eine stabile Holzstegkonstruktion ersetzt.
  • 2001: Einweihung „Haus des Gastes“ mit Tourist-Information und Begegnungsräumen.
  • 2002: Fertigstellung Umgehungsstraße (L 275). Damit konnte die ernstliche Bedrohung des Titels „Moorheilbad“ infolge überhöhter Schadstoffwerte abgewendet werden. Der Ort wird vom größten Teil des Durchgangsverkehrs entlastet.
  • 2004: Das Städt. Freibad wird grundlegend umgebaut und modernisiert (Minigolfanlage 2008)
  • 2006-2010: Sanierung der Grund-,Haupt- und Werkrealschule am Bahndamm (Federseeschule). Die Schüler der Gemeinde Dürmentingen kommen zum Schulbezirk des Gemeindeverwaltungsverbandes Bad Buchau (2009).
  • 2007/08: Das Städt. Altersheim „Marienheim“ wird grundlegend als Pflegeheim umgebaut.
  • 2010 bis 2011: Der Federseesteg wird zum 5. Mal grundlegend erneuert, verbreitert und erweitert.
  • 2011: Pfahlbauten am Federsee erhalten Titel "Unesco Weltkulturerbe"

Stift & Stiftskirche

Das Stift: Das Stift Buchau wird um 770 von der Namensgeberin der Therme, von Adelindis gegründet, wie es aus einer Inschrift über dem Choreingang der Stiftskirche zu entnehmen ist. Anfänglich wohl ein Benediktinerkloster, erscheint das Stift im 15. Jahrhundert als Kanonissenstift. In dem hochfürstlichen und freiweltlichen Damenstift leben bis zu 14 Stiftsdamen. Sie stammen meist aus schwäbischem Hochadel und sind an ein Gelübde gebunden. Lediglich die geweihte Äbtissin, auch Fürstin genannt, steht der Gemeinschaft vor. 1802 endet das Reichsstift im Zuge der Säkularisation. Seit 1992/93 befindet sich die Schloßklinik in den Gebäuden des ehemaligen Stifts.

Die Stiftskirche: 1774 - 1776 aus einer gotischen Kirche im Stil des Französischen Klassizismus umgebaut für die adligen Stiftsdamen. Die Bildwerke in der Kirche schuf Josef Christian aus Riedlingen, die Deckengemälde im Chor und Mittelschiff malte Andreas Brugger. Auf die karolingische Tradition weisen noch heute die Kirchenpatrone Cornelius und Cyprianus hin. In der Krypta der Stiftskirche ruht die als schwäbische Volksheilige verehrte Adelindis mit ihren drei Söhnen.

 NEU: Zum 360 Grad Rundgang der Stiftskirche

Kriegerdenkmal

Ursprünglich stand im Kirchhof eine Säule, die an die Gefallenen des Krieges 1870/71 erinnerte. Sie kam später in den Schlosshof, und an die gleiche Stelle wurde ein Gedenkstein für die Opfer des Ersten Weltkrieges gesetzt.

1958 wurde dann das heutige Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege aufgestellt. Die barocke Kreuzigungsgruppe stand ursprünglich an der Plankentalkapelle in Kappel. Überragt wird die Gruppe von einem Mosaikbaldachin von Prof. Dr. h.c. Otto Herbert Hajek.

Narrenbrunnen

Am Brunnen sind die Fasnachtsmasken der Zunft angebracht. Der Moorochs, die namensgebende Maske zeigt einen Ochsen, soll aber die große Rohrdommel darstellen die früher im Federseemoor heimisch war und deren Ruf weithin hörbar war. Der Weller ist der größte Süßwasserraubfisch und kommt heute noch im Federsee vor. Die Seerose gibt es in großen Feldern auf dem Federsee.

Der Riedmeckeler stellt den Torfstecher dar, der noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts im Federseemoor Torf stach zum Heizen. Der Galgenvogel erinnert an die Hinrichtungsstätte auf der Kappelerhöhe. Dort wurden die Unholde der Freien Reichstadt und des Freiweltlichen Damenstiftes gerichtet. Der Vater Federsee ist eine Einzelmaske im Umzug und ist eine Art Neptun, der dem Federsee entsteigt.

Evangelische Kirche

Die Kirche ist ein Backsteinbau mit vortretendem Türmchen, ursprünglich war die Fassade nicht gestrichen. Eingeweiht wurde die Kirche im September 1894, zuvor hatte die Evangelische Gemeinde ein Betzimmer im Schloss. Nachdem im zweiten Weltkrieg die Kirche ihre Glocken zu Kriegszwecken abgeben musste wurde 1958 wieder eine neue Glocke in den Turm gehängt. Das bunte Glasfenster über dem Altar zeigt die Szene "Lasset die Kindlein zu mir kommen".

Naturschutzzentrum

Seit 1987 gibt es das Naturschutzzentrum vom Naturschutzbund (NABU), ein Besuch lohnt sich immer, denn hier gibt es Information über die Vogel- und Pflanzenwelt des Federsees und des gesamten Naturschutzgebietes. Das Naturschutzzentrum ist Ausgangspunkt vieler Führungen in das Naturschutzgebiet und an den Federsee. Nutzen sie das Angebot. Weitere Informationen zum Naturschutzzentrum finden Sie unter der Rubrik Naturschutzgebiet.

Federsee & Federseemuseum

Der Federsee: Das Federseebecken wurde durch einen Zweig des Rheingletschers während der Risseiszeit geformt und durch einen Endmoränewall der Würmeiszeit nach Süden abgedämmt. Nach der Schmelze des Gletschers hatte der Federsee seine größte Ausdehnung. Durch natürliche Verlandung ging der Federsee im Laufe der Jahrtausende zurück. Vor zweihundert Jahren lagen die Federseedörfer noch direkt am Wasser. Erst durch die Seefällungen Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts verkleinerte sich die Wasserfläche. Heute hat der See nur noch eine Fläche von ca. 1,4 Quadratkilometer. Der See ist sehr flach und die durchschnittliche Wassertiefe liegt bei ca. 70 cm.

Der Federsee war zu jeder Zeit sehr fischreich. Schon die Fischer der Altsteinzeit wussten dies zu schätzen und kamen regelmäßig an den See, um Fische zu fangen. In der Jungsteinzeit und der Bronzezeit war der Federsee ein beliebter Siedlungsplatz. Noch heute findet man an den ehemaligen Ufern die Überreste dieser Siedlungen und die Reste der Fische.

Zur Zeit des Reichsstiftes und der Reichsstadt war die Seeherrschaft des Federsees in einem Seebrief festgehalten. Seeherrschaften waren das Kloster Marchtal, das Stift Buchau und die Freie Reichsstadt Buchau. Jahrhunderte lang war der See den Fischern vorbehalten, doch im 20. Jahrhundert wurde er für die Bevölkerung erschlossen. 1911 wurde der erste Federseesteg fertig; er war 700 Meter lang und reichte damals gut 100 Meter in den See. Heute hat der Steg eine Länge von ca. 1,5 km und führt durch einen imposanten Schilfwald zur freien Wasserfläche.

Das Federseemuseum: Das Federseemuseum wurde 1959 als Artriumbau von dem Stuttgarter Architekten Dr. Manfred Lehmbruck entworfen und 1968 eröffnet. Die Außenfassade des Museums ist aus afrikanischem Afzeliaholz, das mit der Zeit graubraun verwittert. Das Museum ist ein Rundgang durch die Siedlungsgeschichte des Federseeraums.
Im Museum sind prähistorische Funde der Altsteinzeit, Jungsteinzeit und der Bronzezeit ausgestellt. Dazu zählen Feuersteinwerkzeuge, Tongefäße und Holzfunde, z. B. Radteile die zu den ältesten Rädern der Welt zählen.
Im Freilichtmuseum mit seinen Rekonstruktionen kann der Besucher einsinken in die Welt der Steinzeit- und Bronzezeitmenschen. In den rekonstruierten Nachbauten mit seinen rekonstruierten Werkzeugen und Alltagsgegenständen wird Geschichte anschaulich und begreifbar. Das Federseemuseum bietet regelmäßige Führungen durch das Museum und das Freilichtmuseum an.

Naturerlebnispfad

Wackelwald: Eine Attraktion für Familien und Naturfreunde ist der im Frühjahr 2004 eröffnete Wackelwald-Pfad. Ein 600 Meter langer Rundweg führt über acht Stationen durch den Wackelwald und seine Umgebung. Hier kann man die überraschenden Naturphänomene des Federseemoors entdecken, so z.B. die Bäume wackeln lassen, oder auf dem Naturtrampolin hüpfen. Infotafeln erklären die Entstehung des Federseemoors, interaktive Erlebniselemente fordern die Sinne. Bänke, Aussichtstürme und Wildbeobachtungsplattformen laden zum Ausruhen und Genießen ein.

Weiter zum Flyer "Wackelwald"

Moorbad - Gesundheitszentrum Federsee

Die ersten Versuche ein Moorbad in Buchau einzurichten gehen zurück bis 1920. Doch scheiterten sie an der Finanziellen Lage der Stadt und vor allem daran, dass Buchau noch keine Hochdruckwasserleitung hatte. Deshalb wurden im alten Krankenhaus 2 Holzwannen aufgestellt und die ersten Moorbäder verabreicht. Als 1929 die Hochdruckwasserleitung in Betrieb genommen wurde, unternahm Dr. Wilhelm Ladenburger erneut Vorstöße für den Moorbadebau, doch die Weltwirtschaftskrise und die politische Veränderung im Dritten Reich ließen eine Verwirklichung nicht zu. Nach dem 2. Weltkrieg lebte der Moorbadegedanke wieder auf und die Stadt erwarb ein Gebäude beim Krankenhaus und baute es zum Moorbad um.

1951 fand die Stadt in der LVA (Landesversicherungsanstalt) dann den richtigen Partner zur Verwirklichung ihrer Moorbadepläne. 1953 war ein neues Gebäude mit Arzt-, Massage- und Laborräumen und 76 Betten bezugsfertig. Schnell gab es weitere Pläne zur Erweiterung. 1962 wurde ein Speisesaal und ein großer Glasturm mit Liegeterrassen gebaut und 1963 wurde ein neuer Bau eingeweiht (heute Haus am Gsundbrunnen). Mit dieser Erweiterung bekam Buchau auch den Titel Bad. Nun ging es zügig weiter, bereits 1968 wurde im Arztbau (heute Klinikum) Einweihung gefeiert und 1974/75 wurden diese beiden Bauten modernisiert. Gleichzeitig zur Modernisierung der alten Häuser wurde das Kurzentrum und das Appartementhaus gebaut. Mit dem Kurzentrum bekam Bad Buchau Konferenzräume, einen Speisesaal, ein Café und Aufenthaltsräume. Im großen Theatersaal finden viele kulturelle Veranstaltungen statt.

1978 startete die Moor-Heilbad Buchau gGmbH ein großes Sanierungsprogramm. Die Bauten von 1953 und 1962 wurden abgerissen, auch das alte Krankenhaus und das erste Moorbad mussten weichen und ein neuer Gebäudekomplex, der 1981 in Betrieb genommen wurde, entstand. Das Therapeutikum hatte eine Krankenabteilung, im Erdgeschoss ein großes Schwimmbad und viele Behandlungsräume.

1981 wurde ein weiteres Projekt in Angriff genommen. Die Moor-Heilbad Buchau gGmbH wollte um die wachsenden Ölkosten zu senken mit Thermalwasser heizen. 1982 war es soweit, in einer Tiefe von 795 Meter wurde das gewünschte Thermalwasser mit einer Temperatur von 47,5 Grad gefunden. Im Therapeutikum wurde das Schwimmbecken mit Thermalwasser gefüllt und im November 1985 wurde die Adelindis Therme mit über 800 qm Wasserfläche, in Betrieb genommen.

Für Bad Buchau bedeutet dies nun neben den Moorbädern, auch Thermalbadeort zu sein. Als vorletzter Bau der Federseeklinik entstand der Bettenbau (Haus am Park), seine Einweihung war 1990. Mit dem Bau des Bettenbaus wurde auch der Kurpark generalsaniert. Neue Wege wurden angelegt, ein großer Vogelkäfig und eine Kneipp Anlage kamen dazu. 1994 wurden die Außenfassaden der Federseeklinik mit farbiger Keramik verschönert. Um die Attraktivität des Thermalbades zu steigern, wurde im Januar 1999 eine Saunalandschaft eingerichtet. Im März 2006 wurde die Adelindis Therme um einen Wellenessbereich erweitert und 2008 ein Außenschwimmbecken gebaut. 2009 bekam die Saunalandschaft im Außenbereich eine schöne Liegewiese.

  • 2011: Die Keltensauna geht in Betrieb.
  • 2014: Das erneuerte Dampfbad "Caldarium", das Kaminzimmer im Saunabereich sowie die erste textile Birken-Biosauna Oberschwabens gehen in Betrieb.
  • Die Federseeklinik eröffnet das Ambulanzzentrum.
  • 2015: Umbau Schöttle Stube
  • 2016: Umbau und Neueröffnung des Café-Restaurants Badstube
  • Neugestaltung Außenfassade Kurzentrum
  • 2017: Neubau Ärztehaus

Badhaus

Eines der ältesten Häuser in Bad Buchau ist das Badhaus. 1459 wurde es erbaut und diente bis 1782 als Badhaus. Es ist ein Fachwerkbau mit starken Grundmauern. Vor dem Badhaus ist ein alter Brunnen, der im 19. Jahrhundert auf dem Marktplatz stand und als Brunnen und Tränke diente.

Kapellen

Die Wuhrkapelle: Bereits im Mittelalter wird ein "wunderhältiges Kirchlein" genannt. Nachdem die baufällige Kapelle abgebrochen wurde, erbaute Michael Mohr von 1727 bis 1729 die heutige Wuhrkapelle. Die Innschrift an der Unterseite der Empore lautet: "das Fundament 9 schuech gegraben, 29 Wägen Erlene pfähl hinein geschlagen, und zue dem rost 28 buechen gebraucht worden". Immer wieder wurde die Kapelle renoviert. 1963 weihte Weihbischof Wilhelm Sedlmeier den neuen Altar von Josef Henselmann ein.

Die Ruhe Christi Kapelle: Die Kapelle liegt etwas außerhalb vom Stadtteil Kappel. Ursprünglich stand an dieser Stelle ein Bildstöcklein. Siebenundfünfzig Kappler Bürger kauften 1861 den Platz samt Bildstock und ließen 1864 die Kapelle bauen. 1935 wurde die beschädigte Kapelle renoviert, 1989 wieder gerichtet und ein Fußweg angelegt.

Die Plankentalkapelle: Die Sage erzählt, dass Adelindis ihren Mann und ihre Söhne im Tal hinter Buchau verlor. Zur Erinnerung an die Gefallenen ließ sie eine Kapelle erbauen. Die Kapelle ist im laufe der Zeit mehrmals zerfallen. Die heutige Kapelle wurde 1886 vom Fürsten von Thurn und Taxis gebaut. 1945 bis 1947 von dem Maler Paul Hirt neu gestaltet mit Bildern der Adelindissage. Bei dieser Renovierung wurde die Kreuzigungsgruppe am Giebel entfernt und an den Turm der Stiftskirche gesetzt und 1958 als Kriegerdenkmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege aufgestellt, nachdem man die ursprüngliche weiße Farbe entfernt hatte und die Figuren neu gefasst. Im August 1953 wurde auf dem Weg zur Kapelle ein Terrakotta Kreuzweg eingeweiht und 1977 bekam die Plankentalkapelle eine neue Glocke.

Kirche Peter und Paul

Hoch über Bad Buchau, auf der Kappeler Höhe steht die Peter und Paulskirche. Sie entstand wahrscheinlich um 1100, denn aus dieser Zeit stammen die Fresken, die 1927 beim Umbau der Kirche entdeckt wurden und auf die Reichenauer Schule hinweisen. Bauarbeiten an der Kirche sind belegt aus den Jahren 1473 und 1742. Bis 1806 war die Kirche Pfarrkirche für die Stadt Buchau, denn die Stiftskirche war den Stiftsbewohnern vorbehalten. Auch der Friedhof für die Buchauer Bürger befand sich in Kappel. Das wurde auch 1806 so belassen, denn der Friedhof bei der Stiftskirche war klein. Beim Erdbeben am 27. Juni 1935 stürzte der Turm in die Kirche und zerstörte sie. Zum Glück war zu diesem Zeitpunkt niemand in der Kirche.

Eisenbahnlinie

Die Bahnverbindung von Buchau nach Schussenried wurde 1896 eingerichtet. 1916 wurde die Strecke bis Riedlingen erweitert. Nun war das "Buchauer Bähnle" eine Querverbindung für die beiden Bodenseelinien. Die Lokomotive wurde mit Torf aus dem Torfwerk geheizt, sie hatte eine Spurbreite von 75 cm. 1960 wurde die Strecke Buchau - Riedlingen und 1969 die Strecke Buchau - Schussenried eingestellt.